Pilgerwanderungen waren über Jahrhunderte hinweg die einzige Möglichkeit, die Welt kennen
zu lernen. Heute sind sie Wege zur inneren Einkehr, zur Reise ins eigene Ich. Die intensive
Naturerfahrung, wenn jeder Meter zu Fuß erobert wird, die kulturellen und die menschlichen
Bereicherungen auf dem Weg sind weitere Gründe, die heutige Pilger auf den Weg schicken.
Der Weg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela, der „Camino“, zählt
unbestritten zu den populärsten Pilgerwegen weltweit. 2010 feiert Santiago zudem ein „Heiliges Jahr“
, denn der Festtag des Jakobus‘ fällt auf einen Sonntag. Seit dem 12. Jahrhundert sind die
Heiligen Jahre der galicischen Wallfahrtsstätte bekannt, und seit dem 15. Jahrhundert eröffnet der
Erzbischof in Heiligen Jahren mit drei Hammerschlägen die Heilige Pforte der Kathedrale von
Santiago. Das Durchschreiten der Heiligen Pforte verhieß den Ablass aller Sünden.
Der Pilgerweg als kulturelles Rückgrat Europas
Im 11. Jahrhundert entstand der Jakobsweg. Hin zur Kernroute, dem „Camino Francés“ von
Saint-Jean-de-Pied-de-Port über Pamplona, Burgos und León nach Galicien, führt ein weit verzweigtes
Netz von Jakobswegen aus der Türkei, Polen, Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Italien,
Irland, Schweden und anderen europäischen Ländern. An den Wallfahrtsstraßen wurden Klöster und
Kirchen, Dörfer und Städte, Hospitäler und Gasthäuser gebaut. So entstand im Laufe der
Wallfahrtsgeschichte ein kulturelles Rückgrat Europas. 1984 erklärte der Europarat den Jakobsweg
zur ersten europäischen Kulturstraße.
Mit Pilgerbrief und Jakobsmuschel
Von der französisch-spanischen Grenze bis nach Santiago de Compostela sind es knapp 800
Kilometer. Bei einer durchschnittlichen Pilgergeschwindigkeit von 20 bis 25 Kilometern pro Tag
erreicht man Santiago in fünf bis sechs Wochen. Die Jakobsbruderschaft gibt den offiziellen
Pilgerbrief aus, sofern die Pilgerreise ununterbrochen zu Fuß, mit dem Rad oder Pferd gemacht wird.
Der Pilgerbrief erleichtert die Aufnahme in die traditionellen Pilgerherbergen. Die Jakobsmuschel
ist das Pilgerabzeichen, das die Pilger auf dem Weg und auf dem Heimweg schützen soll.
Gut ausgerüstet ist halb angekommen
Festes Schuhwerk ist für den Jakobsweg unbedingt empfohlen. Der Weg besteht aus grünen
Wiesen, Bergetappen, Schotterstraßen, Feldwegen und sogar Asphaltstraßen. Eine Wasserflasche ist
ein unbedingter Reisebegleiter – im Sommer klettern die Temperaturen bis auf 45 Grad! Nicht in
jeder Pilgerherberge werden Bettbezüge angeboten, deshalb sollte man einen Schlafsack dabei haben.
In der Ersten Hilfe Tasche darf auf keinen Fall Blasenpflaster fehlen, auch Sonnencreme ist
unentbehrlich. Last but not least ist der richtige Rucksack entscheidend: Hier ist TATONKA der
richtige Begleiter, denn wir haben speziell für Pilgerreisende einen Pilgerrucksack entwickelt.
Das Ende der Welt
In der Kathedrale von Santiago de Compostela befindet sich das Grab des Apostels Jakobus. Das
Ende des Jakobswegs ist jedoch nicht in Santiago, sondern in Finisterre, dem „Ende der Welt“. Etwa
80 Kilometer westlich von Santiago steht der Stein mit der Wegmarkierung null Kilometer. Schroffe
Klippen und Felsen, ein kühler Meereswind und die karge Landschaft rechtfertigen den Namen „Ende
der Welt“. Spätestens hier ist man bei sich selbst angekommen.
Was nimmst du mit auf den Pilgerweg?
Jaca und Leon: Speziell für Pilgerreisende hat TATONKA einen leichten Damen-, sowie einen
Herren-Tourenrucksack konzipiert. Die leichten Trekkingrucksäcke decken alle Bedürfnisse von
Pilgerreisenden ab: Das einstellbare X Lite Vario-Tragesystem überträgt dank der X-förmig
gekreuzten Glasfaserstäbe die Traglast von den Schultern in den frauenspezifisch geformten Hüftgurt
des „Jaca“ und gewährleistet so auch auf langen Touren einen hohen Tragekomfort. Für den perfekten
Sitz und die ideale Lastenverteilung des „Leon“ sorgen das einstellbare X Light Vario-Tragesystem
mit konkav geformter Rückenpolsterung und dreiteiligem Hüftgurt. Der Materialmix beider
Pilgerrucksäcke und die bewusst aufs hier Wesentliche reduzierten Ausstattungsmerkmale machen ihn
besonders leicht.
Im Inneren des Deckels ist eine Regenhülle verstaut, die sich für Pilgerwanderer rasch
lohnend bemerkbar machen wird. Und wer die vielen Eindrücke des Pilgerwegs nicht nur im Gedächtnis
behalten sondern auch zu Papier bringen möchte, der findet in „Jaca“ und „Leon“ ein kleines
Notizbuch.
Kraftvolle Erfahrungen auf dem Pilgerweg wünscht dein TATONKA-Team
Einfach hier klicken